Unser Reise - Tagebuch

Nun ist es bald soweit. Am Montag, den 31. Januar 2011,  beginnt unsere grosse Reise nach Chile. Unsere Vorfreude ist riesig. Mit einem kleinen Reisetagebuch, ein paar Fotoimpressionen und am Ende hoffentlich prächtigen Bildern von der südchilenischen Seenlandschaft möchten wir Sie unterhalten.

Benjamin Müller und Ramona Grond

Di, 25.01.2011

 


 

Abflug

Nach einem turbulenten Tag sitzen wir nun endlich am Flughafen in Zürich. Nun hoffen wir, dass unsere Velos auch den Weg in unser Flugzeug finden und unbeschädigt in Chile ankommen.

Benjamin Müller und Ramona Grond

Mo, 31.01.2011

 


 

Erster Tag in Chile

Nach 16 Stunden Flug sind wir in Santiago de Chile angekommen und warten auf unseren Weiterflug nach Temuco. Auch unsere Velos haben den ersten Teil gut überstanden. Wir können es kaum erwarten loszufahren. Das warme und wunderschöne Wetter packt einen so richtig. 

Benjamin Müller und Ramona Grond

Di, 01.02.2011

 


 

Richtig hügelig

So hiess es in unserem Führer. In weisser Voraussicht hatten wir für den ersten Tag nur ca. 70km eingeplant. Nun sind wir in einem kleinen aber sehr feinen Hostel in Cunco angekommen ruhen erst einmal unsere müden Beine aus.

Benjamin Müller und Ramona Grond

Mi, 02.02.2011

 


 

Von Argentinien zurück in Chile

Nach zwei eindrücklichen Tagen und einer eiskalten Nacht im Zelt in Argentinien sind wir wieder zurück in Chile. Steigungen, der starke Wind und die langen Strecken nach Argentinien und zurück nach Temuco hätten unser Zeitbudget durcheinandergebracht. Deshalb haben wir ein grösseres Stück dieser Strecke auf vier Rädern zurückgelegt. Bilder von der eindrücklichen Landschaft kommen nach unserer Rückkehr.  Allen, die in Chile ein Auto mieten und mal eben nach Argentinien wollen, können wir nur raten: denkt an die richtigen Papiere, sonst kommt Ihr nicht über die Grenze. Wir mussten nochmals zurück an den Ausgangspunkt, und beim zweiten Anlauf hat es dann geklappt.

Auf dem Rückweg nach Temuco - Benjamin per Velo - ging es rund um ein paar Seen mit Blick auf herrliche Vulkane.

Gestern sind wir dann wieder mit unseren eigenen PS unterwegs gewesen und haben die ersten Steigungen wieder gut überstanden. Die Nacht auf heute verbrachten wir in einem schönen kleinen Hotel in  Puerto Varas, mit einem sehr feinem Restaurant neben an. Geplant war zwar, dass wir in Puerto Montt direkt am Meer zelten, aber da es uns dort gar nicht gefiel, haben wir uns entschieden, noch 30 km weiter nach Puerto Varas zu fahren. Das war eine super Idee. Denn hier konnte man zumindest mal noch in den See springen oder besser gesagt langsam vorwagen, denn warm ist was anderes.

Benjamin Müller und Ramona Grond

05.02.2011

 


Schöne Ausblicke, grober Schotter, schmerzhafter Sturz

Heute hatten wir eine wunderschöne Runde um den Lago Llanquihue, zwar mit sehr viel Schotter, aber immer mit einem traumhaften Blick auf den Vulcan Osorno. Auf Schotter kann man stürzen, und das ist Ramona passiert. Glücklicherweise nahm uns eine nette Familie mit in die nächst grössere Stadt ( Osorno ).

Benjamin Müller und Ramona Grond

06.02.2011

 



Kleine Pause und ein Entscheid

Ausschlafen, ausruhen und überlegen, was man mit einem dicken Knie macht. Nach reiflicher Überlegung haben wir das Naheliegende gewählt: ich fahre Velo und Ramona verfolgt mich mit dem Auto.

Benjamin Müller und Ramona Grond

07.02.2011

 



Und weiter geht es

Heute bin ich für zwei gefahren und so k.o. war ich denn auch heute Abend. Aber der Reihe nach.


Gestartet sind wir am Morgen in Osorno und ein Stück nach Norden gefahren nach Entro Lagos. Danach ging es wie üblich auf ein langes Stück Schotterstrasse, immer oberhalb des Sees entlang. Die Krönung war ein Fluss, welcher die Strasse kreuzte. Dieses Stück mussten wir denn auch mittels Floss zurücklegen, um weiterfahren zu können. In Futrono ging es dann endlich auf einen kleinen Zeltplatz. Obwohl er voll war, durften wir freundlicherweise bleiben.

Benjamin Müller und Ramona Grond

08.02.2011

 



Viel wärmer und noch mehr Schotter

Leider konnten wir diese Nacht nicht so gut schlafen, da alle Hunde in der Nachbarschaft offensichtlich viel miteinander zu bereden hatten. Selbst "unser Wachhund" machte mit und knurrte teils noch dazu, genau neben unserem Zelt. Ich nehme mal an, dass er auf unser Seite war, und den anderen sagen wollte, dass sie still sein sollen, sonst käme er vorbei und......

Die heutige Strecke war ziemlich kräfteraubend, obwohl die ersten 15km sehr gut gingen. Doch dann kamen wieder 40km Schotter und dies unter der prallen Sonne ( um die 35C bis 40C). Da ich ja jetzt ein Begleitfahrzeug habe, entschied ich mich mein Gepäck abzugeben und nur das Nötigste mit mir mitzuschleppen. Ich hatte mich auch entschieden aus einer zwei Tagestour eine eintägige zu machen (ca.120km). Nach so viel Wärme, Kilometern und Schotter entspannen wir wieder an einem See und lassen die Abendsonne noch ein wenig wirken. Unser Cycling Emotion - Material zeigt sich bis jetzt ohne Tadel und Makel. Bis jetzt haben wir nur einen Defekt zu melden: zwei Heringe von unserem Zelt.

Benjamin Müller und Ramona Grond

09.02.2011

 



Tja dann halt wieder zurück

Heute wollten wir von Conaripe nach Pucon fahren und dies um den Vulkan herum und durch den Nationalpark hindurch. Leider mussten wir dann nach über 1000m Aufstieg feststellen, dass hier Ramona mit ihrem Auto nicht weiter konnte. Tja dann halt wieder runter. Wir machten jedoch einen kleinen Zwischenstopp und setzten uns in eine natürliche Therme mit Blick auf einen Wasserfall. Unten am See wieder angekommen, fühlten sich meine Arme an wie Gummi. Was für ein Glück, dass es heute Federgabeln gibt.

Diese Nacht verbrachten wir für einmal fast ohne Störungen. Nur kurz meinten unsere Zeltnachbarn sie müssten um 23.00 Uhr den Zeltplatz noch mit Musik beschallen, was aber auf grossen Widerstand stiess.

Benjamin Müller und Ramona Grond

10.02.2011

 



Nun doch noch nach Pucon

Nach dem gescheiterten Versuch vom Vortag, hiess es heute über die Landstrasse nach Pucon. Der Unterschied zwischen Strasse und Schotter ist schon erstaunlich. Die knapp 80km waren wie im Nu vorbei. In Punco angekommen, gab ich als Erstes das Auto ab, denn Ramona wollte wieder Velo fahren. In dieser Zeit baute sie unser Zelt auf, was sie leicht zum Verzweifeln brachte. Aber sie hat es ganz gut gemacht, denn dem abendlichen Regenschauer hielt es perfekt stand.

Benjamin Müller und Ramona Grond

11.02.2011

 



Regen Regen Regen


Heute regnete es nur einmal und das immer. Trotzdessen haben wir uns auf den Weg gemacht, um Pucon und die Umgebung auskundschaften Doch nach kurzer Zeit legte der Regen so stark zu, dass wir uns im Restaurant Sviza kurzerhand für eine kleine Stärkung im warmen niederliessen. Den Rest des Tages verbrachten wir in unserem Zelt. Wir überlegten uns ein paar Sachen für die kommende Saison und begannen mit der Zusammenfassung unserer bisher doch sehr schönen Reise.

Benjamin Müller und Ramona Grond

12.02.2011

 



Die ersten richtigen Kilometer wieder für Ramona

Heute legte Ramona ihre ersten Kilometer nach ihrem Sturz zurück und dies schon ganz gut. Die Strecke ging von Pucon nach Villarrica. Dies mit teilweise schönen Ausblicken auf den See. Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand und im Wasser mit Blick auf den Vulkan, welcher mein morgiges Tagesziel sein wird. Ich musste noch die Bremsen an Ramonas Velo nachstellen, da sie ganz leicht schleiften und dadurch ziemlich quietschten. Irgendwie musste man ja Ramona noch bremsen.

Benjamin Müller und Ramona Grond

13.02.2011

 



Hoch hinaus


Wie schon gestern vorgenommen, ging es heute Richtung Vulkan, welcher im Nationalpark von Villarica steht. Dieser Vulkan ist einer von dreien, den wir während unserer Reise im Blickfeld hatten. Mein Ziel war es, soweit es geht nach oben zukommen. Bei etwas mehr als 1400 Höhenmetern war dann fertig. Der strenge Aufstieg wurde aber mit einem wunderschönen Panorama und einer genialen Sicht auf den oberen Teil des Vulkans belohnt. Nach ein paar Fotos und etwas Erholung ging es wieder zurück. Ramona erwartete mich schon sehnsüchtig. Für sie wäre diese Tour noch zu anstrengend gewesen. Am Ende des Tages standen dann etwas mehr als 1700 Höhenmeter auf meinem GPS, und meine Beine waren ein wenig faul geworden. Da wir gestern für 4 gekocht hatten - ich hatte mich beim Reis klar verschätzt - gab es heute Reste.

Benjamin Müller und Ramona Grond

14.02.2011